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Festung Laurens – Ein staatliches Denkmal |
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Der Winter war fast vorueber und die Stimmung unter den amerikanischen Soldaten des Militaers war ruhig und gedaempft. Sie waren nach Ohio gesandt worden, um die Bedrohung vor den Indianern zu neutralisieren und im Westen einen Posten fuer einen moeglichen Angriff auf British Detroit zu errichten. Es gab selten genug zu essen. Erwartete Lieferungen blieben aus und wenn sie dann doch eintrafen und die Truppen erreicht wurden, waren die Lebensmittel meist schon schlecht und nicht mehr geniessbar. Ein Gefuehl von Unruhe und Unbehagen stieg in den Maennern auf, welche sich nach Hause in den Osten zuruecksehnten. Die Truppen hatten die Festung McIntosh am Ohio Fluss im November 1778 unter der Fuehrung von General Lachlan McIntosh verlassen. Dieser wurde auf Befehl von General George Washington zum Fuehrer der Truppe ernannt. Washington hatte eine Grenzbarrikade geplant, welche sich von der Festung Pitt bis nach Detroit ziehen sollte. Sie wollten vor moeglichen Angriffen der Briten sicher sein. McIntosh fuehrte 1200 Maenner vom 8. Pennsylvania und 13. Virginia Regiment vom Fluss ins Ohio Territorium. Aber schlechtes Wetter und schlecht bepackte Tiere (Pferde) plagten und behinderten den Marsch. Die Truppen schafften gerade mal 5 Meilen am Als sie dann endlich den Tuscarawas Fluss erreichten, beschloss McIntosh, bis zum Fruehling keine Feldzuege zu unternehmen. In der Naehe des heutigen Bolivar befahl er den Bau einer neuen Festung, zum Trotz der Delaware Indianer. Die einzigen hier ansaessigen Leute, die nicht mit den Briten befreundet waren, waren die Delaware Indianer- einschliesslich den Moravian Christian Indianern in Gnadenhutten und Lichtenau. Diese warnten, dass die Festung zu weit noerdlich liege, um ihre Doerfer zu schuetzen und zu weit entfernt liege, um von anderen Belieferungsstrecken Hilfe zu erhalten. Aber es wurde trotzdem mit dem Bau der Festung- welche errichtet wurde zum Gedenken an McIntosh’s Freund Henry Laurens, Praesident des Continental Congress- fortgefahren. Als die Festung Laurens fast fertig gebaut war, verliessen McIntosh und die meisten der Truppe das Lager. 176 Maenner und 5 Frauen blieben, um die Festung winterfest zu machen. Tod auf allen Seiten Festung Laurens, gebaut aus verfuegbarem Bauholz, wurde gekennzeichnet durch seine vierseitige Pallisade mit je einem Eckposten und einem Blockhaus. Die Vervollstaendigung des Baus wurde durch den Mangel an Versorgung behindert. Ausserdem fehlten den Truppen Kleidung, um im kalten Ohio Winter draussen arbeiten zu koennen. Feindlich gesinnte Heere lauerten auf allen Seiten, und die Dalawares- bedroht von den Indianern, die mit den Briten befreundet waren wenn sie sich auch nur einmischten, waren unfaehig zu helfen. Eine Gruppe von Soldaten, welche auf der Suche nach bepackten Tieren war, wurde von den britisch-befreundeten Indianern ueberfallen. Dies machte die Truppen widerwillig, Risiken einzugehen und ausserhalb der Festung Lebensmittel zu sammeln. Somit standen Garnisons Commandeur John Gibson und seine Truppen nicht nur der unaufhoerlichen Bedrohung von Angriffen der Feinde gegenueber, sondern auch der sehr real gewordenen Moeglichkeit des Verhungerns. Belieferung und Versorgung waren ueberall knapp und die Entfernung der Festung von der Festung Pitt und der Festung McIntosh machte es schwierig fuer Versorgungstrupps, die Garnison zu erreichen. Innerhalb von Wochen seit McIntosh’s Aufbruch hatten sich die Lebensmittel der Bewohner der Festung auf Kraeuter und Ochsenhaut- aehnlich weichem Leder- reduziert. Daraus machten sie dann Suppe. Im Januar 1779 verliess ein Trupp von McIntosh die Festung Laurens, um zur Festung Pitt zurueckzukehren. Sie trugen einen Brief von Gibson bei sich, in welchem Unterstuetzung erbeten wurde. Aber nach einem Ueberfall starben 2 Maenner, vier wurden verwundet und einer vermisst. Er wurde samt dem Brief gefangen genommen, in welchem die Probleme auf der Festung Laurens niedergeschrieben waren. Im Februar wurde die Festung von 180 Indianern, angefuehrt von Simon Girty einem Grenzposten auf der Seite der Briten in der Revolution, umzingelt. Gibson wusste nicht, dass die Festung umzingelt war, als er eine Gruppe Soldaten hinausschickte, um Holz zu sammeln. Sie wurden niedergemetzelt, als ihre amerikanischen Kameraden nach ihnen Ausschau hielten. An diesem Abend begann die Belagerung. Der britische Fuehrer Henry Bird war sich sicher, dass er nur zu warten hatte, bis die Garnison verhungert war oder kapitulierte. Gemaess der Legende beschloss Gibson, den Feind zu ueberzeugen das die Festung sehr gut mit Waren bestueckt war und er daher faehig war, Widerstand gegen die Belagerung zu leisten. Sie suchten alles Essbare auf, was sie finden konnten und sandten es in Faessern hinaus zur Armee, die sie belagerte. Die Sache wirkte- Die Briten und Indianer zogen sich zurueck aber es schien, als wuerde die Festung Laurens mit all seinen Bewohnern dem Hungertod verfallen. Eine Unterstuetzungskolonne von der Festung McIntosh erreichte Fort Laurens im Maerz. Gibsons Maenner brachen auf, jedoch die neuen Truppen trafen auf aehnliche Schwierigkeiten- andauernde Feindseligkeit und Mangel an Vorrat. Im August 1779 wurde die Festung Laurens- und Washington’s Traum einer Kette von Stuetzpunkten zum Schutz bei Angriffen auf Detroit- verlassen. Ein patriotisches Denkmal Ueber die Jahre begann die Festung Laurens mehr und mehr zu zerfallen. Zeit und Wetter spielten eine grosse Rolle bei der Zerstoerung der Festung, ausserdem der Bau des Ohio-Erie-Kanals und die Bewirtschaftung der umliegenden Felder. Als die Historical Society das 81 acre grosse Festungsgelaende 1917 erwarb, war von der Festung Laurens kaum noch etwas uebrig. Die Konstruktion des Museums begann 1971 und die aeusserlichen Widmungen und Ceremonien wurden 1974 beendet. Archaeologische Ausgrabungen der Festung wurden 1972, 1973, 1984 und 1986 durchgefuehrt. Ausserhalb des Museums kann man das Grabmal des unbekannten Patrioten betrachten, welches als Zeichen der Anerkennung, des Mutes und der Beharrlichkeit aufgestellt wurde. Er kaempfte und starb im Kampf fuer die amerikanische Unabhaengigkeit. Das Grabmal wurde im Jahr 1976 von der Ohio Historical Society und der Ohio Bicentennial Commission errichtet. Es zeigt die Ueberreste von einem der unbekannten Verteidiger der Festung Laurens, der ihm zu Ehren hier seine Ruhe fand unter Aufsicht der National Guard. Die anderen Soldaten, dessen Ueberreste waehrend archaeologischer Ausgrabungen in einem Massengrab gefunden wurden, liegen in einer Gruft in der Naehe der Museumsmauern als stummer Beweis fuer die tragischen Geschehnisse, die der Garnison auf der Festung Laurens zugestossen sind. Das Museum oeffnete 1974. Die Museumsobjekte wurden waehrend der Ausgrabungen gefunden. Im Museum sind Mannequins ausgestellt, welche sehr lebensecht die Uniformen der Soldaten, welche die Festung erbauten, darstellen. Ausserdem kann man Waffen und Ausstattung betrachten, die waehrend der revolutionaeren Kriegsperiode getragen wurden. Ein audio-visuelles Programm beschreibt die Geschichte des Unabhaengigkeitskrieges und den Feldzug der Soldaten der Festung Laurens. Um das Museum herum befindet sich ein grosser Park inklusive Picknickmoeglichkeiten. Je nach Jahreszeit finden Auffuehrungen statt, bei welchen Feldlager im Kriegsstil und Waffenpraesentationen vorgefuehrt werden. Hier wird der Besucher blitzschnell ins 18. Jahrhundert versetzt. Ein flacher Schuetzengraben markiert heute das Gebiet, auf dem sich einst die originale Festung Laurens befand. |
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